Sparkling bubbles – jenseits der Meinung

Eine interaktiv-interkulturelle Performance-Installation von -XX-TanzTheater von Bibiana Jimenez in Kooperation mit der Fundación FKS Barranquilla

Deutschland-Premiere: 29. August 2019, 17.00 Uhr
Weitere Vorstellungen: 30., 31. August 2019, 17.00 Uhr
Stifter Saal des Wallraf-Richartz-Museums, Köln – Deutschland, Obenmarspforten 40, 50667 Köln

Däumchen nach oben! Die Komfortzone hat sich ausgeweitet. Gleichzeitig sind wir viele und doch alleine.
Meinungsblasen als Phänomen im „postfaktischen“ Zeitalter scheinen Menschen zu verbinden, simulieren tolle Erfolge, zeigen einfache Lösungen, polarisieren, machen Politik.  
Vier Künstler aus Tanz, Musik, Malerei und Medienkunst, verwickeln sich und das Publikum in die Widersprüche von Meinungs- und Filterblasen und setzen sich mit deren Einfluss auf unser Empfinden und unsere Gefühle auseinander. Dabei steht die Interaktion zwischen "ich" und "wir", zwischen Individuum und Gruppe im Zentrum.
„Sparkling bubbles“ führt uns in eine eigene Realität zwischen akustischer Massage und O-Ton-Collagen. Zwischen Live entwickelte psycho-aktive Farbprojektionen und in Filterblasen schwebender Körper.

Kolumbien-Premiere: 21.08.2019, 18.00 Uhr
Weitere Vorstellungen: 22., 23. August 2019 (mit Publikumsgespräch im Anschluss), jeweils 18 Uhr
Mapuka Saal des Archäologischen Museum der Karibischen Völker Mapuka,
Kulturzentrum Cayena - Universidad del Norte, Barranquilla – Kolumbien


Die "XX" Trilogie
Auf den Spuren der weiblichen Seite Kölns

1. Teil
 "XX" Fortuna - 2016 - Römisch-Germanischen Museum Köln                                                                                                                 
                                                        
                                                                                                                                                                                                                                             Foto Montero
In vierzehn kurzen Szenen an verschiedenen Standorten des Museums entspinnt sich ein kaum zu entwirrendes Spiel um Macht und Lust zwischen den Figuren. /
„Die Frauen geben den Ton an, sie demonstrieren weibliche Macht und drängen Juan Bockamp als Claudius und Hauke Martens als Nero ein wenig in den Hintergrund. Für die einzelnen Szenen entwickelte Bibiana Jiménez eine differenzierte und kreative Palette unterschiedlicher Bewegungsformationen.“
(Pedro Obiera - Opernnetz)
„schöne Mixtur aus Monstrosität und Humor“ (Melanie Suchy - Kölner Stadt-Anzeiger, 07.09.16)

2.Teil
Kölsche Mädche - 2017 - Kennedy Ufer bis in die Unterführung der Rheinterrassen, Köln
     
„Das ist Kunst Bruder“ / Im Stil eines Mysterienspiels bewegt man sich mit wündervollem Pathos an der Promenade entlang in Richtung Tanzbrunnen. Wer hier langsam ist, fällt auf, und zwar den Jungs mit Basecap und Bierflaschen eben so wie die Mädchen, die neugierige Blicke werfen, oder den Rollbrett-Virtuosen, die ganz unerotisch erklären: „Das ist Kunst, Bruder“ (Thomas Linden - Kölner Rundschau, 03.06.17)

„wie sich diese Prozession mit seligem Lächeln durch die Zuschaermenge auf der Uferpromenade schiebt, dann in einem Kreis um einen Baum pausiert, mit malerischen Armgesten garniert, ist göttlich. Ein überirdisches Fiepen aus winzigen Mundharmonikas entrückt diese weiblichen Wesen zusätzlich.“…
…arbeitet der Musiker Carl Ludwig Hübsch in schwarzen Samtkleid, zwischen‚ Diva und Nonne, mit seiner goldglänzenden Tuba hundert Arten von Tröten, Knarzen, Brummen, Rhythmen, Melodien. Und drüben geht die Sonne unter. Zeit fürs Abendgebet.  (Melanie Suchy - Kölner Stadt-Anzeiger, 03.06.17)

Eindrucksvoll, wie geschickt Bibiana Jiménez ihre Bewegungssprache dem Thema anpasst. Das Tanzensemble führt das Mammut-Ritual mit gebotener Intensität und professioneller Präzision aus. Und die etwa 150-köpfige Besucherschar folgte dem Event mit großer Aufmerksamkeit. Man darf gespannt sein, wie die Choreografin im nächsten Jahr den dritten Teil der Trilogie gestalten wird, wenn es um den Prozess der als Hexe angeklagten Katharina Henot gehen wird. (Pedro Obiera - Rund um O-Ton Abonnement Fundus)

3.Teil
"heX-heX" die Henot Verschwörung - 2018 - Platz hinter der Dominikanischer Kirche St. Andreas
  
„Zwischen der Kirche Sant Andreas und dem Bankgebäude tost der Wind in der Kölner Innenstadt. Geld rufen die Tänzerinnen…
Die Choreographie zeigt Momente von Freiheit, wenn sich die Tänzerinnen Geraldine Rosteius und Lisa Freudenthal biegen, beugen und Strecken, zitiert Hexen Klischees, wenn sie sich mit Besen vergnügen, die sie zwischen ihre Beine stecken, und lässt sie wie fremdgesteuerte Figuren ruckeln.  Sie schubsen und krallen streichen als personifiziertes Gesetzt mit erhobenem Zeigefinger durch die Luft. Sie argumentieren zackig mit Gesten, brechen ab, reden weiter, egal ob jemand sie versteht und fesseln die Angeklagte“
. (Melanie Suchy - Kölner Stadt-Anzeiger, 04.05.18)

Die Tänzerinnen Geraldine Rosteius und Lisa Freudentag sowie Schauspielerin Johanna May holten physisch alles aus sich heraus um die Brücke zur heutigen Wirtschaft zu schlagen.
(Kölner Rundschau - 03.05.18)


I am Farkhunda - 2017 - Theater der Keller